Urlaub im Naturpark- Zittauer Gebirge - in einem original Umgebindehaus für bis 8 Personen

- Görlitz- - Liberec-

Zittau, die südöstlichst gelegene Stadt Sachsens, darf sich mit Recht auch zu den schönsten Städten des Freistaates rechnen. Der König von Böhmen, Ottokar II., erteilte dem Ort 1254 das Stadtrecht und die Genehmigung, eine Sadtmauer zu errichten. Die von Ottokar II. bestimmte Fläche ist der heutige Stadtkern, der sich innerhalb des "Grünen Rings" erstreckt. In Zittau setzte eine lebhafte Bautätigkeit ein. Seit 1513 wurde der Mauerring verdoppelt und mit zusätzlichen Befestigungswerken versehen. Die Stadt besaß vier starke bewachte Stadttore: das Webertor, das Bautzner Tor, das Frauentor und das Bömische Tor. Seit 1991 steht der gesamte Altstadtkern (innerhalb des "Grünen Ringes") unter Denkmalschutz! Somit vermag Zittau auf eine geschichtlich reiche Vergangenheit zurückblicken.

(12 km von Waltersdorf entfernt)

Die Geschichte der Stadt Zittau in Stichpunkten.

Das Zittauer Land mit seiner Ansiedlung gehörte bereits im 11. Jahrhundert zu Böhmen. Die erste Bebauung des Ortes lag weit außerhalb der später entstehenden und sich entwickelnden Stadt mit ihren Mauern.

1238 In diesem Jahr wird der Name Zittau erstmalig in einer Urkunde des Klosters Marienthal erwähnt. Genannt wird darin ein Herr Chastoslaus de Sitavia.

1255 König Ottokar II. von Böhmen umreitet die Stadt, legt die Grenzen für die Stadtmauer fest und verleiht das Stadtrecht.

1268 Familie von Leipa stiftet den Franziskanermönchen in Zittau ein Kloster.

1346 Gegen die Willkür des Adels und zum Schutze des Friedens schließen sich die Städte Bautzen, Görlitz, Löbau, Kamenz, Luban (Lauban) und Zittau zum Sechsstädtebund zusammen. Diesen Städten werden bedeutende Privilegien verliehen. Zittau entwickelt sich zur reichsten Stadt in diesem Bunde.

1348 Kaiser Karl IV. gibt als Sicherheit Zittau an Herzog Rudolf von Sachsen, die Stadt kauft sich 10 Jahre später wieder frei.

1354 Baubeginn des 2. Zittauer Rathauses.

1359 In der Stadt wüten verheerende Brände, die sich 1422 wiederholen.

1424 Zittau unterliegt der Hussitenübermacht.

1545 Reformationsbestrebungen in Zittau gipfeln in Einsetzung des evangelischen Pfarrers Heydenreich durch den bereits evangelisch gesinnten Rat.

1555 Die Pest verlangt der Stadt große Menschenopfer ab und kommt 1559 und 1599 erneut in ihren Mauern zum Ausbruch.

1570 Die gesamte Burganlage des Berges Oybin wird an die Stadt Zittau verpachtet und fällt 1577 einem Brand zum Opfer.

1586 Zittauer Gymnasium wird eingeweiht.

1631 Zittau wird in den Dreißigjährigen Krieg verwickelt.

1635 Die Oberlausitz wird durch den Prager Frieden Sachsen zugeordnet.

1757 Die Beschießung durch österreichische Truppen im Siebenjährigen Krieg löst den letzten großen Stadtbrand aus. Zum Opfer fielen u.a. die Johanniskirche und das Rathaus.

1840 Grundsteinlegung zum Bau des 3. Zittauer Rathauses, 1845 Einweihung.

1854 Neiße-Viadukt der Eisenbahnlinie Zittau-Reichenberg fertigestellt.

1859 Eröffnung des Hauptbahnhofs.

1869 Bis auf wenige Reste wird bis zu diesem Zeitpunkt die Stadtmauer abgetragen.

1873 Zittauer Stadtbad wird übergeben.

1890 Kleinbahn Zittau-Oybin-Jonsdorf geht in Betrieb.

1945 Durch Festlegung der neuen Landesgrenze geraten alle östlich der Neiße gelegenen Gebiete an Polen. Zittau verliert seinen Ortsteil Großporitsch (Porajow).

1969 Gründung der Ingenieurhochschule, Prof. Hans-Joachim Hildebrand wird erster Rektor.

1977 Eröffnung des Bahn-Grenzüberganges zur CSSR, Zittau-Liberec.

1988 Zittau feiert sein 750-jähriges Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung

1989 Tausende Bürger Zittaus und der Umgebung demonstrieren gegen die bestehenden Machtstrukturen der Regierung in Berlin und ihrer Vertreter in den Bezirken und Kommunen. Diese Bürger sind ein Teil jener Kräfte im Lande, die eine Demokratisierung des DDR einzuleiten versuchen.

1990 Am 3. Oktober Okkupation der DDR durch die BRD. Die EG-Außengrenze verschiebt sich an die Neiße. Zittau verliert bis zum Jahre 2005 fast 30 % seiner Bevölkerung durch Abwanderung.Tendenz anhaltend. Die Oberlausitz erlebt ihre schlimmste Deindustrialisierung.

1991 Der Betrieb im Tagebau Olbersdorf wird eingestellt. Hier wurde seit 1912 Braunkohle gefördert.

1992 Mit der Gründung der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen Zittau/Görlitz (FH) finden jahrhundertealte Traditionen in Bildung, Wissenschaft und Kunst in Zittau ihre Fortführung.

1993 Gründung des Internationalen Hochschulinstituts Zittau. Die ersten neuentstandenen Unternehmen im Gewerbe- und Industriegebiet Weinau und im Gewerbegebiet Pethau nehmen ihren Betrieb auf. Eröffnung eines trilateralen Grenzüberganges in Zittau.

1994 Ab 1. August wird Zittau Kreisstadt des neuen Sächsischen Oberlausitzkreises. Zittau erhält den Zuschlag für die 2. Landesgartenschau Sachsen 1999.
1. Zittauer Stadtfest (jährlich)

1994/1995 Die beiden Zittauer Fastentücher von 1472 und 1573 werden durch die Abegg-Stiftung Riggisberg (Schweiz) restauriert.

1995 Am 1. Januar wird der Oberlausitzkreis in den Landkreis Löbau-Zittau umbenannt.

1996 Die Stadt Zittau wird Große Kreisstadt. Nach 63 Jahren werden die restaurierten Fastentücher durch eine Ausstellung im Rathaus erstmals wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

1997 Zittau nimmt am 28. Mai 1997 am größten Breitensportereignis der Welt - dem Challenge-Day - als Vertreter Sachsens teil und besiegt den Kontrahenten Cloppenburg (Niedersachsen).

1998 Zittauer Nächte "I. Spectaculum Citaviae" (jährlich)

1999 "Landschaft nach dem Bergbau" - unter diesem Motto lädt die 2. Sächsische Landesgartenschau Zittau/Olbersdorf vom 7. Mai bis 17. Oktober 1999 nach Zittau und Olbersdorf ein.

2001 10. "Tag der Sachsen" vom 7.September - 9.September

2002 Habsburg-Ausstellung "Welt-Macht-Geist. Das Haus Habsburg und die Oberlausitz 1526 bis 1635"
vom 4. Mai - 3. November

1999 In der Kirche zum Heiligen Kreuz fand am 12.6.1999 das Große Zittauer Fastentuch von 1472 seinen endgültigen Platz.

2004 Am 1. Mai wurde mit dem Beitritt unserer polnischen und tschechischen Nachbarn sowie acht weiterer Staaten zur Europäischen Union der Gedanke eines gemeinsamen Europas vervollkommnet. Gefeiert wurde vom 30.4. bis 2.5.2004 unter dem Motto „Sternstunden Europas“ direkt am Dreiländerpunkt, in den Orten Porajow auf polnischer, Hrádek nad Nisou auf tschechischer und der Stadt Zittau auf deutscher Seite.

2005 Jubiläumsjahr "750 Jahre Stadt Zittau"

 

 



Urlaub im Zittauer Gebirge, Oberlausitz, Sachsen
Rolands- oder Marsbrunnen (1585)
Dornsbachhaus
Rathaus (nach Plänen von Schinkel)
Blick auf die Klosterkirche
Salzhaus
Heftergiebel
Johanniskirche
Johanniskirche
Blick vom Johannisturm